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Radio-Interview

Jürgen Bernsen, Andrea Hüttinger und der Ordnungsraum hatten den ersten Radioauftritt. Interview in der Sendung: »SWR2 Leben – Bin ich ein Messie?« (Sendung als MP3 und Abschrift dort)

»Das Messie-Syndrom«
Beitrag auf »Spiegel TV«

»"Der größte Feind ist die Mülltonne!" Zwischen 300.000 und 1,8 Millionen Menschen sollen in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Messie-Syndrom leiden. Fast immer geht das mit schweren Erkrankungen wie Depressionen, Psychosen oder Zwangsstörungen einher. Das Messie-Syndrom ist auch Betätigungsfeld für Forscher - doch die Ausprägungen der Sammelleidenschaft sind höchst unterschiedlich. SPIEGEL TV begleitet Betroffene und Helfer, die sich auf den Weg in eine geordnete Zukunft machen.«

Spiegel TV (Reportage, bei der sowohl Rechtsanwalt Stefan Senkel als auch Freiraum-Gründerin Andrea Hüttinger mitgewirkt haben)

Pressespiegel

»Mein Freund, der Messie«

»›Hast Du meine Nachricht nicht gelesen?‹, frage ich ihn leicht genervt. ›Nein. Ich finde mein Telefon seit ein paar Wochen nicht‹, antwortet er.« Caspar Clemens Mierau, Motherboard, 14. Dezember 2015

Messies kann geholfen werden
Von Sven Kästner

»Messies« leben im Chaos: Sie öffnen ihre Post nicht mehr, können nichts wegwerfen, leben in Wohnungen, die bis zur Decke vollgestopft sind. Im schlimmsten Fall trennen sie sich nicht einmal mehr von ihrem Müll. Doch es gibt Hilfe.

Deutschlandradio Kultur, 16.03.2014

»Die Last mit dem Aufräumen«

Jürgen Bernsen kann anpacken ‒ zumindest vermittelt er diesen Eindruck. Große Hände, breites Kreuz, Millimeterhaarschnitt. Bernsen könnte als Boxtrainer auf St. Pauli durchgehen. Und eine Art Trainer ist er auch. Nur steht er nicht im Ring, sondern in fremden Wohnungen. Märkische Allgemeine", 16. August 2013

»Wir sind kein Aufräumtrupp«

Ein Verein hilft Messies, ihre vermüllte Wohnung aufzuräumen und dabei ihr Leben in den Griff zu bekommen. Mit der Messie-Hilfe aus dem Fernsehen hat das nichts zu tun.

Interview Juliane Wiedemeier

taz: Herr Bernsen, Messies kennen viele nur aus dem Fernsehen. In Einrichtungssendungen werden sie dort in ihren vermüllten Wohnungen vorgeführt. Was halten Sie von diesen Formaten?

Jürgen Bernsen: Ich finde diese Sendungen aus zwei Gründen schrecklich: […] taz, 30.10.2012

»Die Aufräumer«

»Messies, das sind doch die Chaoten, die zu faul zum Aufräumen sind. Dieses Bild vermittelt das Fernsehen. Die Mitarbeiter von Freiraum sehen das etwas anders. Seit fünf Jahren helfen sie Betroffenen.

Der Ordnungsraum macht seinem Namen alle Ehre: Er ist superordentlich. Abgesehen von einem Blumentopf auf dem Tisch steht nichts herum, kein Kram, keine Broschüre, höchstens zwei drei Staubkörner. Und genau so soll …«

Prenzlauer Berg Nachrichten, 8. Mai 2012

»TV-Voyeurismus
Geschichten aus der Gruft zum Gruseln«

»›Die Leute werden zum Teil richtig beiseitegeschubst‹, sagt Jürgen Bernsen von Freiraum-Berlin-Brandenburg e.V., einem Team, das im Berliner Bezirk Pankow Menschen mit Messie-Neigung hilft. ›Bei uns funktioniert das völlig anders: Wir arbeiten Hand in Hand mit den Leuten zusammen, und jeder entscheidet selbst, was er wegschmeißt. Dadurch lernen die Betroffenen überhaupt erst, wie man die Wohnung besser strukturiert.‹ Das geht nur in kleinen Schritten. Bis zu einem Jahr lang ist Bernsen in manchen Wohnungen aktiv. RTL nimmt sich zwei Wochen. H-Team-Geschäftsführer von Wedel hält solche Hauruck-Aktionen für schädlich: ›Weil sich die Betroffenen noch mehr davon entfernen, dass sie eigentlich tiefsitzende traumatische Erlebnisse haben: Demütigungen, mangelndes Selbstwertgefühl, fehlendes Vertrauen in Mitmenschen. All das müssen die Leute nachher mit sich selbst ausmachen.‹« FAZ, 07. November 2011

»Hilfe und Selbsthilfe für Messies
Wenn das Sammeln aus dem Ruder läuft«

»In vielen Fällen kommt Bernsen nach vertrauensbildenden Gesprächen mit in die Wohnung der Betroffenen und räumt gemeinsam mit ihnen auf. ›Dabei ist viel Einfühlungsvermögen gefragt.‹ Ziel ist es, Struktur in die Wohnung zu bekommen. Da das Aufräumen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch eine Belastung für Messies ist, dauern solche Einsätze selten länger als drei Stunden. Bis eine Wohnung schließlich im gewünschten Zustand ist, kann ein halbes Jahr vergehen.« MieterMagazin, 01. Dezember 2008

»Wohnen im Verborgenen«

»Meterhohe Papierstapel in jedem Raum, kaum ein Zentimeter Boden, der nicht von Zeitungen, Zeitschriften und Katalogen bedeckt ist –die Wohnung eines Messies. Kein schöner Anblick, auch für Jürgen Bernsen […] nicht …« Berliner Zeitung, 30. August 2008

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